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Liebster Award: 11 Fragen an mich

Foto: Yvonne Reip
Foto: Yvonne Reip

Da schreibe ich gestern erst, dass ich aus gesundheitlichen Gründen im Moment nicht schreibe, und dann nominiert mich die liebe Tante Emma vom Gemischtwarenladen für den Liebsten Award, für den ich 11 Fragen über mich beantworten soll. Vielen Dank dafür! Das kommt gerade recht, um mich ein wenig abzulenken. Auch wenn mir jetzt der Kopf schwirrt und die Augen laufen. Egal. Und ich fühle mich natürlich unglaublich geehrt und mache bei einer so schönen Idee gerne mit.

Hier nun ihre Fragen an mich:

  1. Warum hast Du mit dem Bloggen angefangen?
    Weil ich gerne schreibe und ich die Gedanken meiner Depression entspringend aus dem Kopf haben wollte. Mittlerweile ist es mir ein Anliegen, über Depression und andere psychische Erkrankungen aufzuklären, von Therapien zu berichten, mein Wissen und meine Erfahrungen zu teilen und auf das Thema Hochsensibilität aufmerksam zu machen. Ich wünsche mir eine tolerante Welt und hoffe, mit Aufklärung und Sensibilisierung ein wenig dazu beizutragen.
  2. Was fällt Dir beim Bloggen am Schwersten?
    Die Regelmäßigkeit. Asche auf mein Haupt. Wie oft habe ich mir schon vorgenommen, einmal wöchentlich zu schreiben? Und dann stelle ich fest, dass es wieder nur zu einem Artikel im Monat gereicht hat. Es ist nicht so, dass ich keine Ideen hätte. Ich glaube eher, dass ich zu viele Ideen habe und sie schlecht kanalisiert bekomme. Obwohl ich mir oft Notizen mache. Man gibt mir immer wieder das Feedback, ich könne mich so gut ausdrücken. Und dann sitze ich vor dem Laptop und denke: Das sind so komplexe und unaussprechliche Dinge... wie erkläre ich das jetzt verständlich? Mein Hirn denkt schneller, als ich es in Worte fassen kann. Klingt verrückt. Ist aber so. Mein Kopf denkt irgendwie stenografisch - also nicht in ganzen Wörtern oder Sätzen. Für mich ist das so verständlich. Für andere aber nicht. Das muss ich dann übersetzen. Und das fällt mir oft schwer.
  3. Was magst Du besonders an Dir?
    Meinen Humor! Ohne den wäre ich längst nicht mehr da. Er macht mir Vieles erträglicher.
  4. Was vermisst Du in Deinem Leben?
    Das Gefühl, auf eigenen Beinen zu stehen und stolz darauf sein zu können. Mein ewiges Thema: der Konflikt zwischen Abhängigkeit und Selbständigkeit.
    Und meine Leichtigkeit. Die habe ich aber schon früh verloren.
  5. Welche Entscheidung würdest Du gerne korrigieren?
    Meinen Studiengang. Ich hätte vielleicht doch Germanistik studieren sollen statt Sozialarbeit. Andererseits... ist schon alles gut, wie es ist. Vergangene Entscheidungen kann ich nicht rückgängig machen. Deshalb finde ich es müßig, darüber nachzudenken. Man trifft immer die Entscheidung, die aktuell die beste erscheint. Und es ist nie zu spät, einen anderen Weg einzuschlagen.
  6. Was würdest Du immer wieder genauso machen?
    Jobs hinschmeißen, die mich krank machen! Eine der besten Entscheidungen ever!
    Meinen Mann heiraten.
    Auf meine Intuition vertrauen. Die hat immer Recht.
  7. Wem schuldest Du Dank?
    Meinem Mann dafür, dass er mir immer noch nicht weggelaufen ist und mich trotz Depression und Arbeitsunfähigkeit liebt. Für seine Unterstützung und seine heilsame Liebe. Dafür, dass er mir innerhalb der Ehe meine Freiheit lässt, mich zu entfalten.
  8. Woraus ziehst Du die meiste Kraft?
    Aus der Liebe und aus meiner Spiritualität. Und beim Katzenkuscheln und Ponyschnuppern.
  9. Wo machst Du am liebsten Urlaub?
    Ganz ehrlich? Zu Hause im Garten in der Hängematte. In Urlaub fahren ist für mich HSP-bedingt der pure Stress. Wenn ich mich beamen könnte... Das wäre großartig! Denn ich würde gerne so viel von der Welt sehen. Aber lange Reisen sind einfach nichts für mich. Und es geht ja um Urlaub - also ums Entspannen. Das geht für mich am besten in der Hängematte.
    Ansonsten mag ich am liebsten das Meer.
  10. Was ist eine typische Marotte von Dir?
    Ordnen. Und wer mir das durcheinander bringt, wird erschossen! Dinge sortieren hat einfach eine beruhigende Wirkung auf mich. Das hat natürlich etwas mit Kontrolle zu tun. Wenn ich weiß, wo alles ist, fühle ich mich sicher. Dann kann ich auch aus der Ferne meinem Mann erklären in welcher Schublade unter welchen Utensilien bestimmte Dinge zu finden sind. Damit wirke ich auf andere pedantisch und seltsam. Aber sie bewundern mich auch dafür, dass ich grundsätzlich weiß, wo sich was befindet. Selbst in fremder Umgebung. Ich kriege einfach alles mit.
  11. Bier oder Sekt?
    Beides. Hängt von der Tagesform ab.

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