2019 · 20. März 2019
… vergewissere dich, ob du nicht einfach nur von Arschlöchern umgeben bist! - Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt haben soll. Ist auch nicht so wichtig. Die Aussage zählt. Und die besagt, dass deine Umgebung dein Selbstbild prägt. Wir wissen, dass wir das , was man immer wieder über uns sagt, irgendwann verinnerlichen und glauben - und schlimmstenfalls am Ende sind. Wenn man uns unaufhörlich eintrichtert, dass wir Versager sind, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen und für alles...
2019 · 13. März 2019
Wie oft musste ich mir diesen Spruch anhören? Gemeint waren damit nur Äußerlichkeiten. Make up, Röcke und Kleider, Damenschuhe mit Absatz, frisierte Haare. Ich mag es bis heute lieber praktisch. Kleister im Gesicht finde ich unangenehm. Und ich möchte mich im Spiegel gerne wiedererkennen. Meine langen Haare trage ich am liebsten offen. Oder zusammengebunden. Hosen sind bei körperlicher Arbeit hilfreicher als Röcke. Außerdem habe ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt, wenn ich einen...
2019 · 11. Februar 2019
Ich gehöre nicht zu den Frauen, die ewig im Bad brauchen, weil sie sich stundenlang schminken und frisieren. Ich reagiere allergisch auf Make-Up jeglicher Art. Und meine langen Haare trage ich entweder offen oder zusammengebunden. Fertig. Und doch brauche ich heute noch viel weniger Zeit als früher. Weil ich festgestellt habe, dass der ganze Pflegekram, der in den Supermärkten in den Regalen steht, totaler Quatsch und mit äußerst fragwürdigen Inhaltsstoffen vollgestopft ist. Zunächst...
2019 · 04. Februar 2019
In meiner gestalttherapeutischen Ausbildung war das wertfreie Beobachten ein wichtiger Bestandteil. Attribute wie komisch, traurig oder abstoßend waren dabei verboten. Denn das bedeutete bereits eine Wertung. Wir übten einmal mit einer Tasse, was noch vergleichsweise einfach war. Wenn es aber um Menschen geht, hört das wertfreie Beobachten auf. Und oft genug mündet das Ganze in Verurteilungen. Ich schreibe nicht zum ersten Mal darüber. In meinem Buch bin ich schon darauf eingegangen, und...
2019 · 28. Januar 2019
Ich sitze in der kleinsten Küche, die ich jemals besessen habe, um diesen Artikel zu schreiben. In unserem jetzigen Zuhause ist die Küche offen zum Wohnraum und gleicht eher einer sehr großen Kochnische. Trotzdem haben wir es geschafft, noch einen Tisch mit zwei Stühlen hier reinzustellen. Wenn wir Gäste erwarten, wird der Tisch ins Wohnzimmer getragen und auseinandergeklappt. Auch wenn wir uns öfter gegenseitig im Weg stehen beim gemeinsamen Kochen, ist das für mich die schönste und...
2019 · 21. Januar 2019
Wer an einer psychischen Krankheit leidet, hat die Wahl zwischen Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut. Der Psychiater ist der Facharzt für die Murmel und damit der Einzige, der die offizielle Diagnose stellen, Medikamente (Psychopharmaka) verschreiben und eine Arbeitsunfähigkeit attestieren darf. Die belgische Krankenkasse verlangt in regelmäßigen Abständen Berichte vom Facharzt, die eine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen sollen oder auch nicht. Mein Psychodoc sieht mich zwar nur...
2019 · 14. Januar 2019
Viele Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, fragen sich, ob sie offen darüber reden sollen oder nicht - in der Familie, bei Freunden, auf der Arbeit. Diese Frage ist in der Tat wichtig und schwer zu beantworten. Weil es auf die jeweilige Situation ankommt und vor allem auf die Menschen, von denen man umgeben ist. Grundsätzlich bin ich dafür, dass man offen und ehrlich spricht. Es erleichtert und lindert Druck. Man muss keine Maske mehr tragen, was so unglaublich anstrengend ist und...
2019 · 07. Januar 2019
Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind in aller Munde. Schon als ich klein war - also in den 80er Jahren - bedruckte Greenpeace seine T-Shirts mit Warnhinweisen wie "5 vor 12" oder "Don't waste time". Haben wir dann jetzt 30 Jahre später halb 1? Oder Viertel vor 6? Wie ich im letzten Artikel schrieb, mache ich eine druidisch-schamanische Ausbildung, in der es um die Verbundenheit mit der Natur, Mutter Erde, Bäume und Kräuter geht. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es mir immer wichtiger...
Räucherwerk auf Kohle
2018 · 24. Dezember 2018
Dieses Jahr war irgendwie anders als die Jahre zuvor. Eigentlich ist nichts Wildes passiert, trotzdem hat sich einiges verändert. ICH habe einiges verändert. Und manches, auf das ich keinen Einfluss hatte, brachte alte Themen auf neue Weise hervor. War es ein gutes Jahr? Ich halte nicht mehr allzu viel von der Bewertung gut - schlecht. Ein Jahr dauert viel zu lange, als dass es nur gut oder nur schlecht sein könnte. Genauso wie Menschen viel zu vielschichtig sind, um nur schwarz oder weiß...
2018 · 17. Dezember 2018
Meine erste Kindheitsheldin war Pippi Langstrumpf. Frei, wild, stark, mutig, unerschrocken, lustig, für jede noch so schlimme Situation eine Lösung parat. Sie trotzte jeder Konvention, sah es überhaupt nicht ein, langweiliges Zeugs zu lernen, das für sie keinen Sinn ergab, weil sie es in ihrem Leben nicht brauchte, und hatte ein großes Herz. Das Wichtigste war für sie Spaß am Leben. Ihre Freunde liebten sie für ihre verrückten Ideen. Dennoch war sie nicht egoistisch oder...

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