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Abschied und Neuanfang

Foto: Yvonne Reip
Foto: Yvonne Reip

Willkommen auf meinem neuen Blog! Es sind noch nicht alle Artikel umgezogen, da ich jeden einzelnen per Copy and Paste einfügen muss. Zum Glück schreibe ich nicht so fleißig. Also, ja, für einmal bin ich froh darüber. Der alte Blog ist noch online mit einem Link zum neuen. Falls ihr mir dort gefolgt seid oder euch ein Lesezeichen gesetzt habt, könnt ihr dies noch aktualisieren. Ab dem 1. Juli schalte ich den alten Blog dann offline.

 

Ich hatte lange damit gehadert, mit meinem Blog umzuziehen. Ich scheute nicht nur die ganze Arbeit sondern vor allem die neue Handhabung. Nach insgesamt 8 Jahren Blogspot hatte ich mich doch sehr an das idiotensichere Google Blogger Dashboard gewöhnt. WordPress war mir zu kompliziert, obwohl ich echt nicht doof bin in Sachen Technik. Da im Zuge der neuen Datenschutzgrundverordnung auf meinem alten Blog nicht alles konform zu kriegen war, entschied ich mich schlussendlich doch dazu, mich nach einem neuen Anbieter umzusehen. Is schön hier bei Jimdo. Nein, ich hoste nicht selbst. Ich möchte nicht nur mit Technik beschäftigt sein. Das Gestalten macht schon Spaß, aber wenn ich zu lange auf HTML-Codes starre, fange ich an zu schielen und kriege Kopfschmerzen. Natürlich fehlen mir auch ein paar Dinge von Blogspot. Die Statistik ist nicht so umfangreich. Es gibt keine Leseliste, die man sich von seinen Lieblingsblogs anlegen kann, um neue Posts nicht zu verpassen. Deshalb habe ich mein Bloglovin-Konto wieder aktiviert. Dort könnt ihr mich also auch finden.

 

Der Juni ist für mich wohl der Monat der Abschiede und Neuanfänge. Zum Beispiel der Abschied von einem lieben Menschen, den ich fast täglich im Stall traf und der völlig unerwartet gestorben ist. Es fühlt sich immer noch unwirklich an, dass er nicht mehr da ist und auch nie wieder auftauchen wird. Ich war ein wenig erschrocken, wie sehr mich das mitgenommen hat. Trauer ist ja nicht so meins. Aber es ist wohl wichtig, sie auszuleben. Und es macht mir große Angst, wenn ich einmal meinen Mann gehen lassen muss. Und unsere Katze.

 

Ich habe das Rauchen aufgegeben. Nach 16 Jahren. Ich habe zwar nie viel geraucht (also nicht mal ein Päckchen am Tag und die letzten Jahre höchsten 8 Zigaretten), aber nach so langer Zeit eine Gewohnheit aufzugeben, ist dennoch nicht einfach. Außerdem rauche ich gerne, muss ich leider dazu sagen, obwohl ich es wegen der gesundheitlichen Bedenken natürlich nicht gut finde. Zumal ich ansonsten sehr auf meine Gesundheit achte. Aber für mich ist es zu einem Ritual geworden, ein Moment für mich, in dem ich Pause mache, nicht zur Verfügung stehe und Dampf ablasse. Im wahrsten Sinne. Es gibt sicher andere Möglichkeiten, seine Pausen zu gestalten, aber mir würde das Rauch auspusten fehlen.

 

Die Alternative lautet daher tatsächlich Dampfen. Den Begriff E-Zigarette finde ich nicht so passend, weil das Gerät und das Dampfen damit so gar nichts mehr mit einer Zigarette zu tun hat. Eher mit einer Shisha. Es ist ungewohnt. Vor allem der Geschmack, bei dem es so wahnsinnig viel Auswahl gibt, dass ich mich kaum noch auskenne. Tee mit leichter Fruchtnote hat sich als äußerst brauchbar erwiesen. So dampfe ich jetzt also Tee, während ich meinen Kaffee trinke. Auf diese Art fehlt mir nichts und ich bin froh, meiner Gesundheit nicht mehr so sehr zu schaden. Den Asthmaspray konnte ich bereits in die Schublade verbannen, was mich doch etwas überrascht. Denn in der Klinik brauchte ich ihn auch nicht, und da habe ich aufgrung des emotionalen Stresses sogar mehr geraucht als sonst. Deshalb war ich davon überzeugt, es läge an unserer Katze. Genauso wie mein Arzt. Tja nun. Umso besser. Ich bin vor allem froh, dass auf dem Couchtisch keine Tabakkrümel mehr rumfliegen und ich nicht mehr stinke. Und ich muss nicht mehr an der Tanke halten und mich über wieder mal erhöhte Preise ärgern.

 

Ich finde, das reicht fürs Erste mit Veränderungen. Bin ich ja nicht so'n Freund von. Aber manchmal ist es nötig, um vorwärts zu kommen. Und der Tod gehört zum Leben dazu. Ob wir wollen oder nicht. Ein so plötzlicher Tod macht nachdenklich. Nicht, dass ich das nicht gewusst hätte, wie schnell es vorbei sein kann. Aber es so hautnah zu erleben, macht es ein Stückchen wahrer, als man es haben möchte.

 

 

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